5 Fakten zu Zwillingen, Drillingen, die du nicht kennst


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Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit Zwillinge, Drillinge oder noch mehr Mehrlinge zu bekommen?

Laut Statista ist jedes 28. Kind ein Mehrlingskind in Deutschland. Bei 787523 Geburten im Jahr 2018 macht das statistisch gesehen 28125 Mehrlinge für das vergangene Jahr. Vorausgesetzt „Geburten“ meint nicht den Vorgang sondern das Baby an sich.

Wenn du also scharf darauf bist Mehrlinge zu bekommen, müsstest du statistisch gesehen nur 56 Mal (28×2 – sonst habt ihr ja nur einen Mehrling) schwanger werden (Frau) oder schwängern (Mann), dann sollte zumindest ein Zwillingspärchen oder mehr dabei herauskommen. Soweit zu dieser Zahlenspielerei.

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Vierlinge

Die Chance auf Fünflinge stehen sogar nur bei 0,000002%

Ein prominentes Beispiel dafür sind die Beutelspacher-Fünflinge

Wenn wir bei den 56 Mal bleiben, dann bezieht sich das natürlich auf alle Mehrlinge. Nicht nur Zwillinge. Denn die haben tatsächlich eine Wahrscheinlichkeit von 1:85 und 1:250 wenn sie eineiig sein sollen.

Bei Drillingen stehen die Chancen immerhin bei 1:7000. Eineiige Drillinge kommen nur ein Mal in 200 000 000 Geburten vor. Das ist seltener als eineiige Vierlinge, man spricht dabei auch von „verhinderten Vierlingen“.

Das gleichaussehende Quartett bekommt ihr immerhin schon nach 13 000 000 Schwangerschaften. Nicht zwingend – aber als durchschnittliche Berechnungsgrundlage sollte euch das weiterhelfen.

Ich selbst bekam Drillinge und hatte vorher schon Zwillinge. Und das bei 2 Versuchen. Ihr seht … die Zahlen können auch trügen! Die Wahrscheinlichkeit so etwas in Kombination hinzubekommen liegt ungefähr bei 1:595000 wenn ich in Mathe gut genug aufgepasst habe.

Aber was soll Roy C. Sullivan sagen? Er wurde in seinem Leben 7 Mal vom Blitz getroffen. Die Wahrscheinlichkeit dafür liegt bei 1:16.000.000.000.000.000.000.000.000 (16 Quadrillionen) – kein Witz!

Wer ein bisschen recherchiert findet auch heraus, dass die Chancen auf eine Mehrlingsschwangerschaft steigt, wenn man etwas älter wird. Der Hormonhaushalt verändert sich und stellt einfach irgendwann mehr Eizellen zur Verfügung. Zudem habe ich eine Quelle gefunden die behauptet, große und wohlgenährte Frauen sollen eine bis zu 30 prozentige größere Chance auf Mehrlinge haben. Naja …

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Die Zahl der Mehrlingsgeburten steigt jedoch jährlich. Könnte also für Euch heißen – wartet noch ein bisschen. Die Wahrscheinlichkeit steigt mit jedem Jahr. Auch geht ihr dann mit dem Trend, denn es ist wieder angesagt etwas später Kinder zu bekommen. Außerdem hat die Zahl der künstlichen Befruchtungen drastisch zugenommen. Und von denen sind bis zu 40% Mehrlingsschwangerschaften.

Ich hoffe, ihr lest den Text mit einem Augenzwinkern. 😉

Nadya Suleman ist laut Guinness-Buch der Rekorde übrigens die Spitzenreiterin. Während es Gerüchte über Zehnlinge (1924 in Spanien, 1936 in China, 1946 in Brasilien) und Neunlinge gibt, die allesamt aber nicht medizinisch belegt sind, so ist Frau Suleman als „Octomum“ bekannt geworden. Sie brachte 6 Jungen und 2 Mädchen als Achtlinge auf die Welt.

Wie entstehen Zwillinge, Drillinge oder noch mehr Mehrlinge?

Was bedeutet dabei eineiig oder zweieiig?

Sie entstehen meistens durch, so sagte unsere Frauenärztin damals, eine große Portion Liebe. Biologisch gesehen gibt es zwei unterschiedliche Wege auf natürliche Weise Mehrlinge zu bekommen.

Zum einem, kann die Frau eine bestimmte Anzahl an Eizellen zur Verfügung stellen. In meinem Fall waren es wohl drei.

Vereinen sich diese Zellen nun mit den Samenzellen des Mannes so entstehen zwei- oder mehreieiige Mehrlinge. Sie haben alle einen unterschiedlichen Genpool (wie Geschwister) und können so bunt gemischt, zweigeschlechtlich – also Junge und Mädchen – , aber natürlich auch eingeschlechtlich sein. Dann sehen sie sich aber höchstens ähnlich. Keinesfalls gleich.

Dieser Fall („Das doppelte Lottchen“) tritt nur auf, wenn Fall Nummer zwei eintritt: Die befruchtete Eizelle teilt sich in der Gebärmutter. Nun spricht man von eineiigen Mehrlingen.

Sie sehen fast gleich aus und teilen sich das selbe Erbgut. Logischerweise sind sie nun eingeschlechtlich. Also Jungen oder Mädchen.

In meinem Fall teilten sich zwei der drei Eizellen. Das heißt dann im Klartext, noch bis zur 8. Woche war ich mit Fünflingen schwanger! Davon waren es zwei eineiige Zwillingspärchen und ein Einling. Wenn Du wissen möchtest wie meine Drillingsschwangerschaft verlief – dann klick hier.

Fünflinge Zwillinge Drillinge Mehrlinge Ultraschall

Sind Zwillinge vererbbar?

Nun. Zumindest deuten Statistiken darauf hin. Die Vererbung oder Veranlagung wird mütterlicherseits weiter gegeben. Dies geschieht jedoch nur bei den zweieiigen Mehrlingen. Diese Mütter vererben mit höherer Wahrscheinlichkeit die Bereitstellung mehrer Eizellen. Eine Mutter, die also ein zweieiiger Zwilling ist, hat eine höhere Wahrscheinlichkeit selbst zweieiige Zwillinge zu bekommen.

Die eineiigen Zwillingsmütter können diese Wahrscheinlichkeit nicht an ihren Nachwuchs weitergeben. Sie erscheinen der Forschung bis heute wie eine Laune der Natur. Ob es also nun das Eine Zwillings-Gen gibt? Hierzu weiß man noch nichts genaues. Man kann nur aus den Statistiken etwas ableiten. Fakt ist zum Beispiel, dass afrikanische Mütter vier mal häufiger Zwillinge bekommen als asiatische.

Mehrlingsgeburten 2011 (Tendenz steigend)

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Gibt es ein besonderes Band welches Zwillinge verbindet?

Festhalten lässt sich erst einmal aus wissenschaftlicher Sicht – nein. Dennoch heißt das nicht, dass es nicht existiert. Generell gilt, die Beziehung unter Geschwistern als die Längste in einem Leben. Vorraussetzung natürlich man versteht sich. Zwillinge, Drillinge oder noch mehr Mehrlinge sind gleich alt, stecken immer in den gleichen Entwicklungsprozessen, vertrauen und spielen miteinander.

Kurz um – sie entdecken die Welt gemeinsam. Während bei Zweieiigen das Erbgut in etwa zu 50 übereinstimmt sind es bei eineiigen Mehrlingen 100 Prozent. Sie sind also in ihrem ganzen Charakter sehr ähnlich. Ihre Persönlichkeit spiegelt sich fast eins zu eins in ihrem Pendant.

Es gibt Berichte wonach Zwillinge auch über große Entfernungen bemerkten, dass es dem anderen schlecht ginge. Irgendwie spüren sie etwas, was von vielen als unsichtbares Band bezeichnet wird. Im Übrigen ist die Verbindung von weiblichen eineiigen Zwillingen höher als die von Männlichen.

Und dennoch waren es die „Jim Twins“, die die Forschung verblüfften. Diese Zwillinge wussten 39 Jahre lang nicht, dass sie einen Zwillingbruder mit gleichen Erbanlagen gab. Auch wenn dieser Fall die Ausnahme bildet, so führten doch beide ein ähnliches Leben mit sehr ähnlichen Interessen.

Jim & Jim Zwillinge Fakten
Die "Jim Twins"

Sie wurden 3 Wochen nach ihrer Geburt getrennt und von unterschiedlichen Elternpaaren adoptiert. Und auch wenn manche Sachen zufällig aus deren Lebenslauf erscheinen, so ist es dennoch erstaunlich.

Beide James ‚Jim‘ Lewis und James ‚Jim‘ Springer hatten einen Hund namens Toy. In der Schule hassten sie Diktate, genossen aber den Matheunterricht. Beide heirateten eine Frau, die Linda hieß, ließen sich scheiden und heirateten eine Betty. Beide rauchten dieselbe Zigarttenmarke.

Als sie Vater wurden nannten beide ihren Sohn Alan bzw. Allan (der einne wollte zwei „L“ im Namen). Jim Lewis arbeitete als Security Guard und Jim Springer war Deputy Sheriff. Als sie zum zweiten mal den Bund der Ehe eingingen, hießen ihre Frauen „Betty“.

Beide hatten auch ein Hobby – das Tischlern und sie kauten an ihren Fingernägeln. Ohne voneinander zu wissen, verbrachten sie ihre Ferien oft am Strand von Saint Petersburg, Florida. Sie haben gleiche Schlafmuster, Blutdruck, leiden an denselben Kopfschmerzen in Uhrzeit und Symptomen und haben im selben Alter 5 Kilo zugenommen.

Die ganze Geschichte der „Jim Twins“ erfahrt ihr hier.

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Habt Ihr vielleicht selber Mehrlinge oder seit Ihr vielleicht sogar selbst ein Mehrling? Könnt Ihr diese Erfahrungen bestätigen oder dementieren? Kennt Ihr vielleicht eineiige Zwillinge, die sich unterschiedlich entwickeln? Dann interessiert mich Eure Meinung natürlich brennend. Schreibt sie mir unten in die Kommentare.

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